Frühlingsblumen – unsere Ausstellung in der Achalmschule

Aus den Eninger Nachrichten 02/2024 vom 28. März 2024.

Seit Anfang März hängen in der Mensa der Achalmschule neue Bilder der Fotofreunde, diesmal Frühlingsblumen – eine bunte Mischung von häufigen und seltenen Arten: Märzenbecher, Krokusse, Anemonen, Bauernbübchen, Ehrenpreis, Küchenschellen und andere mehr. Und während die Schneeglöckchen längst verblüht sind und die Osterglocken je nach Standort noch in voller Blüte stehen, beginnt die Blütezeit der seltenen Schachbrettblume erst in diesen Wochen.

Drei Bilder aus unserer Ausstellung zeigen wir an dieser Stelle als kleinen Ostergruß.

Marion Renz
Schneeglöckchen
Birgit Stiebing
Osterglocke
Uschi Schäfer
Schachbrettblume

Segelschiff Rickmer Rickmers – eine Serie von Dietmar Werz

Aus den Eninger Nachrichten 09/2024 vom 1. März 2024.

Viele von uns fotografieren vor allem im Urlaub. Man hat mehr Zeit für sein Hobby und sieht unbekannte Landschaften und Sehenswürdigkeiten. Die dort entstehenden Bilder sind in erster Linie Erinnerungsfotos –wie viele Smartphone Selfies vor touristischen Hotspots.

Wenn man auch bei Erinnerungsfotos auf die Bildgestaltung achtet, wird mehr draus. Oft haben sie nämlich Fehler und Schwachpunkte, die hinterher stören: Ein Abfalleimer vor einer tollen Landschaft, eine ungewollt schräge Perspektive usw.

Dietmar Werz zeigt, dass man auch mit einer Kompaktkamera gut gestaltete Fotos machen kann. Sein Thema ist das Segelschiff Rickmer Rickmers, das in Hamburg nahe den Landungsbrücken als schwimmendes Denkmal vertäut ist. Unsere Auswahl zeigt die typische Abfolge solcher Serien: Erst ein Überblicksbild, dann Detailaufnahmen.

Bei Überblicksbildern ist eine große Schwierigkeit, das Motiv komplett aufs Bild zu bekommen und zugleich freizustellen, d. h. ohne störendes Beiwerk zu fotografieren. Oft kann man den Standort aber nicht frei wählen. Wer die örtlichen Verhältnisse in Hamburg kennt, weiß: Für das erste Foto kommt fast nur dieser Fotostandort in Frage, und auch der ist nicht ideal. Denn wenn man genau hinschaut, fehlt beim vorderen Mast die Spitze. Das Problem dahinter: Mit dieser Kamera ist kein größerer Blickausschnitt möglich, und weiter nach hinten kann man nicht gehen. Also muss man kaschieren, dass etwas fehlt.

Das zweite Bild überzeugt durch die ungewöhnliche Perspektive und den Bildausschnitt. Der Mast und die Seile und Strickleitern, die zu ihm führen, sind ein Ensemble von Linien, die perspektivisch nach oben führen und in der Mastspitze enden. Schräg dazu die Rahen. Hier kommt ein Vorteil der Kompaktkamera zum Tragen. Sie hat wie Smartphones einen großen Schärfebereich: Der Mast ist bis in Spitze gestochen scharf.

Das dritte Bild ist eine Detailaufnahme der Aufhängung der gespannten Seile mit einem Durchblick auf Elbe und Schwimmdocks. Der Hintergrund verdeutlicht den Fotostandort, und auch hier profitiert die Aufnahme vom großen Schärfebereich.

Nebel

Aus den Eninger Nachrichten 04/2024 vom 26. Januar 2024.

Nebliges Wetter reizt nicht gerade zum Fotografieren. Aber selbst wenn es eine dicke Nebelsuppe ist, können gute Fotos entstehen wie das Bild von Marion Renz. Denn der Nebel reduziert nicht nur die Bäume auf scherenschnittartige Grautöne, sondern in den Abstufungen dieser Grautöne entsteht ein räumliches Bild wie die verschiedenen Ebenen einer Theaterkulisse. Nebel reduziert die Elemente und die Farben auf dem Bild und lässt vieles in der Unschärfe verschwinden.

Mit der Unschärfe spielt auch das Bild, das Martin Stein oben auf der Achalm fotografiert hat. Die Stimmung hat durch das diffuse Licht etwas Mystisches, was durch die Silhouette der Person im Hintergrund weiter betont wird.

Ganz anders wirken Bilder, die Nebel von oben zeigen. Jeder kennt die Bilder der aus dem Nebel wie eine Insel herauslugenden Achalm. Unser drittes Bild lebt auch von dieser erhöhten Perspektive, in diesem Fall dem Aussichtsturm im Pfrunger Ried. Der Nebel ist hier aber keine Suppe in der Tiefe, sondern es ist ein Bodennebel, der sich quer zum Bild bewegt und aus dem Baumwipfel und Büsche herausragen.

Fotografieren im Nebel ist oft eine Glücksache. Häufig ist der Nebel in Bewegung, verhüllt nur einzelne Teile der Landschaft oder löst sich auf, sobald die Sonne durchkommt. In diesen Momenten ergeben sich immer wieder zarte Lichtstimmungen, die sich rasch verändern.

Martin Stein
Auf der Achalm
Birgit Stiebing
Pfrunger Ried
Marion Renz
Wald bei Albstadt-Pfeffingen
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