In unserer Mitgliedergalerie sind Fotos von Norbert Stimmler eingestellt, der im Juni 2025 mit Heidrun und Walter den Fernradweg des Grünen Bandes von Lübeck bis Bad Sachsa im Harz gefahren ist. Drei Fotos zeigen wir hier; 19 weitere sind in der Galerie fotofreunde-eningen.de/mitgliedergalerien/norbert-stimmler/

DDR-Nostalgie (alle Fotos: Norbert Stimmler)
Das „Grüne Band Deutschland“ ist Teil des großen Radwegs quer durch Europa entlang des früheren Eisernen Vorhangs, der bis zum Ende des Ost-West-Konflikts Europa getrennt hat. Das Grüne Band folgt in weiten Teilen dem Kolonnenweg der damaligen DDR, der im „Todesstreifen“ hinter der Grenzmauer verlief und von den Grenzpatrouillen benutzt wurde. So sollte eine Flucht in den Westen verhindert werden. Heute sind große Teile des 50-200 m breiten Todesstreifens Biotope mit seltenen Tier- und Pflanzenarten.

Der Todesstreifen
Der Radweg ist etwa 1000 km lang; die Tagesetappen müssen nach den Übernachtungsmöglichkeiten geplant werden. Die Qualität der Wege ist sehr unterschiedlich, mal eigene Radwege, mal Wirtschaftswege, mal Sandwege, mal Panzerstraßen, mal Pflaster, besonders in den Ortschaften. Die Gruppe rund um Norbert hat zehn Tage für die erste Hälfte gebraucht – ohne jede Panne und mit nur einem Schlechtwettertag. Dieses Jahr steht die zweite Hälfte der Tour an: weiter bis zur tschechischen Grenze.

Ehemalige Eisenbahnbrücke über die Elbe bei Dömitz – heute den Fußgängern und Radfahrern vorbehalten
Ein großes Problem bei solchen Touren ist die Anreise mit der Bahn. Ein verpasster Anschluss, dazu keine Mitnahme von Fahrrädern in den Ersatzzügen – und schon dauert die Fahrt fünf Stunden länger als geplant und man muss siebenmal umsteigen.